Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGV) und Themenbezogene-Informations-Veranstaltungen (TIV)

Polizei

Bild: Polizei Berlin

Seit 1992 läuft bei der Berliner Polizei eine Veranstaltungsreihe, die unter dem Namen Anti-Gewalt-Training an Berliner Schulen eingeführt wurde, später sachlich richtiger in Anti-Gewalt-Veranstaltung (AGV) umbenannt wurde. Seit 1995 wurden bis zum 31.12.03 1.913 Veranstaltungen mit über 40.000 Teilnehmern von der Landespolizeischule durchgeführt.

Im Juni 2003 wurde im Behördenweiten Präventionskonzept des Polizeipräsidenten in Berlin die Einsetzung von hauptamtlichen Präventionsbeauftragten der Direktionen (PrävBDir) und der Abschnitte (PrävBA) festgelegt. Eine der wesentlichen Aufgaben der PrävBA ist die Durchführung der AGV und TIV an Schulen. Hierbei handelt es sich um bedarfsorientierte Unterrichtseinheiten, die sich um spezielle Themen oder Probleme drehen, z. B. zur Drogenproblematik oder Rechtsextremismus.

Die AGV hat eine Dauer von drei Zeitstunden und wird ab der Klassenstufe 5 durchgeführt. Grundschulen bis einschließlich Klassenstufe 4, Sonderschulen, Schulen für Behinderte sowie berufsbildende Schulen fallen in die Zuständigkeit von der Zentralen Serviceeinheit, Abt. Aus- und Fortbildung, ZSE IV B.

Inhalte einer AGV

  • Erarbeitung des Gewaltbegriffs
  • Einordnung jugendtypischer Straftaten ins Normensystem und Aufzeigen von Rechtsfolgen
  • Information über Verfahrensabläufe bei der Polizei und Justiz
  • Entwicklung und Üben von Handlungsmustern zur Vermeidung von Gewalteskalation
  • Übungen zum Erlernen sinnvollen Hilfeverhaltens in Gewaltsituationen

Wissen und Bildung als Schutzfaktor gegen Rechtsextremismus

Das Präventionsprojekt Wissen und Bildung als Schutzfaktor gegen Rechtsextremismus ist eine themenbezogene Informationsveranstaltung für Schüler der Sekundarstufe 1 zum Thema rechtsextremistische Nachwuchsgewinnung.

In zwei Unterrichtsstunden werden mit den Schülern Begriffe und Merkmale des Rechtsextremismus, aktuelle Erscheinungsformen nazistischen Gedankenguts und der Begriff Freiheitliche Demokratische Grundordnung erarbeitet, vorgestellt und erläutert.

Anhand verbotener Zeichen, Kennzeichen und Organisationen werden die entsprechenden Straftaten vorgestellt und erläutert.

Durch die Präventionsbeauftragten der Polizeiabschnitte erhalten die Schüler in dieser Veranstaltung Handlungsempfehlungen, wie sie sich beim Versuch rechtsextremistischer Nachwuchsgewinnung verhalten können.

Unsere Präventionsbeauftragten der Berliner Polizei aus dem Abschnit 51 sind für den Bereich Gewalt- und Suchtprävention
Herr Michael Ambros und Herr Gordon Roloff
Tel: (030) 4664-551040

und für den Bereich Verkehrserziehung der Verkehrssicherheitsberater
Ingolf Fenske
Tel.: (030) 4664-551042